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Vergessene Opfer der NS-“Euthanasie“ – Die Ermordung schlesischer Anstaltspatienten 1940–1945

Ausstellung vom 3. Mai bis 30. Juni 2019

Die schlesische Heil- und Pflegeanstalt Branitz (bei Leobschütz), um 1935, Foto: privat

Die Ausstellung der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein beleuchtet ein dunkles, bislang unbekanntes Kapitel der schlesischen Geschichte: die Ermordung von psychisch Kranken und geistig Behinderten aus Schlesien in der NS-Diktatur. Die Mordtaten wurden zumeist in Sachsen begangen. Allein 1 575 schlesische Patienten 1941 kamen in der Gaskammer der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ums Leben. Mehrere Hundert starben bis zum Kriegsende 1945 in sächsischen Heil- und Pflegeanstalten an Hunger oder überdosierten Medikamenten. Aber auch in Schlesien selbst kam es zu Krankenmorden. In den „Kinderfachabteilungen“ in Breslau und Loben wurden Kinder und Jugendliche, die als nicht entwicklungsfähig galten, von Ärzten getötet. Aus den Konzentrationslagern in Auschwitz und Groß-Rosen wurden arbeitsunfähige Häftlinge selektiert und in den Tötungsanstalten Pirna-Sonnenstein und Bernburg ermordet.

Die Ausstellung ist Teil eines von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ finanzierten Projekts und war schon in Breslau und im Museum Groß-Rosen / Rogoźnica zu sehen.