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Zwei neue Bücher zu Kreisau im Gespräch 

 

Freitag, 15. Juni 2018, 17.00 Uhr
Eingang Fischmarkt 5

Kreisau neu gelesen – Buchvorstellung im Schlesischen Museum

Am Freitag, den 15. Juni 2018, stellen Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz vom Willy Brandt Zentrum für Deutschland- und Europastudien der Universität Wrocław und die Kulturreferentin für Schlesien Dr. Annemarie Franke ihre jüngsten Bücher über die Geschichte des Gutes Kreisau vor und nach 1945 vor. Das Gespräch zwischen den beiden Autoren wird moderiert durch Stefan Zinnow von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.
Im Frühjahr 2018 erschienen in deutscher Sprache Aufsätze und Essays des Breslauer Historikers unter dem Titel „Kreisau – neu gelesen“ im Neisse Verlag.  Annemarie Franke hat ihre Doktorarbeit zur Entstehungsgeschichte der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung an der Breslauer Universität unter Betreuung von Prof. Ruchniewicz geschrieben. Im Herbst 2017 erschien ihr Buch „Das neue Kreisau“ in der Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944.
Krzysztof Ruchniewicz beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Geschichte des deutschen Widerstands und den deutsch-polnischen Beziehungen im 20. Jahrhundert.  Als Student nahm er an der ersten Konferenz der internationalen Kreisau-Initiative  zur Gründung einer Jugendbegegnungsstätte im Juni 1989 in Breslau teil. Seitdem lässt ihn das Thema Kreisau nicht mehr los. Viele Aspekte hat er selbst erstmals erforscht, insbesondere die Frage der Beziehungen der Widerstandsgruppe „Kreisauer Kreis“ zu Polen und der Rezeption des deutschen Widerstands in Polen. Ruchniewicz ist nicht nur Wissenschaftler, sondern auch begeisterter Fotograph und Blogger. In seinem reich bebilderten Essay-Band „Kreisau – neu gelesen“ versammelt er unterschiedliche Genres von Texten, die er im letzten Jahrzehnt zum Thema geschrieben und für die Neuveröffentlichung aktualisiert hat. 
Annemarie Franke war von 2001-2012 beruflich mit der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung als Mitarbeiterin und Leiterin der Gedenkstätte verbunden. Ihr besonderes Interesse als Historikerin gilt dem deutsch-polnischen Versöhnungsprozess nach dem Zweiten Weltkrieg. In ihrer Doktorarbeit hat sie sich mit der Nachkriegsentwicklung Kreisaus beschäftigt – einerseits als früherem Gutsbesitz der Familie von Moltke im jetzt polnischen Niederschlesien und andererseits als Bezugspunkt für verschiedene Aktivitäten der deutsch-polnischen Aussöhnung. Natürlich spielt in ihrer Darstellung die Versöhnungsmesse vom 12. November 1989 in Krzyzowa, gehalten von Bischof Alfons Nossol aus Oppeln, und die Begleitumstände dieses historischen Ereignisses eine wichtige Rolle. 

Eine gemeinsame Veranstaltung der Kulturreferentin für Schlesien und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen e.V. und dem Neisse Verlag.

- Eintritt frei