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Die Oderbrücke in Krossen.  

Małgorzata Opara zeigt die Ausstellung im Piasten-Schloss. 

Die Zisterzienserabtei Paradies. Fotos Andrzej Paczos 

Samstag, 22. September 2018 

Entlang historischer Grenzen – zwischen Polen, Brandenburg und Schlesien
Tagesfahrt durch den Norden der historischen Provinz Schlesien nach Krossen an der Oder/Krosno n.O., nach Schwiebus/Świebodzin und zur Zisterzienserabtei in Paradies.

Das Piastenschloss in Krossen an der Oder ist heute Kulturzentrum, Heimatmuseum und Kunstgalerie. Nach einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf wurde der Anlage aus dem 13. Jahrhundert, Sterbeort von Heinrich dem Bärtigen und Rückzugsort seiner Frau Hedwig während der Schlacht vor Liegnitz gegen die Mongolen, neues Leben eingehaucht: Ritterturniere, ein Hedwig-Festival, Jazzkonzerte und Fischerei-Feste finden hier statt.
Das schlesische Herzogtum Krossen ging im 15. Jahrhundert durch Erbteilung an das Haus Brandenburg über. Anders verhielt es sich mit der benachbarten Stadt Schwiebus und ihrer Umgebung – hier bewahrte sich bis 1815 im Norden des Fürstentums Glogau eine schlesische Enklave in Brandenburg. Erst nach der Neuordnung der preußischen Provinzen in Folge des Wiener Kongresses entstand der Kreis Schwiebus-Züllichau und die Enklave verlor ihre historische Beziehung zu Glogau und damit Schlesien. Die Enklave Schwiebus hatte eine Grenze zu  Großpolen, das seit den Teilungen Polens im 18. Jahrhundert und bis 1918 zu Preußen gehörte. Nach dem Ersten Weltkrieg verlief hier die neue deutsch-polnische Grenze.
Während der Tagesfahrt erkunden wir die Spuren der historischen Grenzen in der heutigen Wojewodschaft Lebuser Land im Norden von Grünberg/Zielona Góra.
Schwiebus ist heute Reisenden bekannt durch die 36m hohe König-Jesu-Statue auf einem Hügel vor der Stadt, die von weither zu sehen ist. Ein Besuch in der gut erhaltenen Altstadt vermittelt das Bild einer prosperierenden Kleinstadt mit günstiger Lage an wichtigen Verkehrsadern. Die Autobahn Berlin-Warschau verläuft nur wenige km nördlich von der Stadt, die heutige deutsch-polnische Grenze in Frankfurt/Oder liegt 80km entfernt.
Bereits auf historischem Gebiet Großpolens liegt die Zisterzienserabtei Paradies und der gleichnamige Ort Gościkowo-Paradyż. 1236 siedelten sich hier auf Einladung des Posener Wojewoden Mikołaj Gronisz Zisterzienser aus Brandenburg an. Sie änderten den ursprünglichen Ortsnamen Gościkowo in Paradisus Sanctae Mariae – Paradies der Mutter Gottes und kurz Paradies. Die nach Zerstörungen im 30-jährigen Krieg und Bränden im Stil des Barock wiederaufgebaute Klosteranlage wurde nach der Säkularisierung der Klöster in preußischer Zeit als Schule genutzt. Heute beherbergt sie das Priesterseminar der Diözese Grünberg/Zielona Góra. Die Basilika ist eindrucksvoll restauriert worden.

P.S. Die Fotos sind von unserer Vorfahrt Ende März bei Wintereinbruch!

Ein Angebot der Kulturreferentin in Kooperation mit Görlitz-Tourist.

Abfahrt ab Görlitz: 8.00 Uhr, Rückkehr: 19 Uhr
Anmeldung erforderlich.
 

Information: +49 3581 764747,   m.buchwald(at)goerlitz-tourist.de