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Darstellung aus dem Schlackenwerther Kodex, auch Hedwigkodex genannt, aus dem 14. Jh. Die Mongolen erscheinen nach der Schlacht von Wahlstatt mit dem aufgespießten Kopf Heinrichs des Frommen vor der Stadt Liegnitz. Foto unten: Marcin Makuch. 

 

Donnerstag, 4. April 2019
Schlesien erfahren #4_2019

Der Mythos von Wahlstatt - Vortrag von Marcin Makuch

Wahlstatt ist einer der wichtigsten Erinnerungsorte der schlesischen Geschichte. Am 9. April 1241 wurde das schlesische Heer in der Schlacht von Wahlstatt durch die Mongolen vernichtend geschlagen. Gefallen ist auch Herzog Heinrich II. der Fromme, was seine Frau Anna von Böhmen und seine Mutter, die Heilige Hedwig, zur Klostergründung auf dem Schlachtfeld veranlasste. Da die Mongolen nach dem Sieg Schlesien verließen, entstand im Laufe der folgenden Jahrhunderte der Mythos von Wahlstatt, der Schlesien zum Bollwerk gegen alle Bedrohungen aus dem Osten stilisierte.

Seit 1961 wird die Geschichte im Museum der Schlacht von Wahlstatt dargestellt. Es ist eine Zweigstelle des Kupfermuseums in Legnica/Liegnitz. Der Historiker und Museologe Marcin Makuch (Jg. 1977) war seit 2003 Mitarbeiter, seit 2017 ist er Direktor des Kupfermuseums. Als stellv. Vorsitzende führt er auch die Historische Stiftung Liegnitz.pl, die sich für die Erforschung und Verbreitung der deutschen Vergangenheit der Stadt einsetzt. Dazu gehört das Sammeln der materiellen Zeugnisse des städtischen Alltags dieser Zeit wie auch Veröffentlichungen auf dem Portal www.liegnitz.pl. Für sein Buch „Sekrety Legnicy" (dt. Liegnitzer Geheimnisse) wurde er 2013 mit dem Ehrenpreis „Buch des Jahres der Stadt Legnica“ ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung der Kulturreferentin für Schlesien // SMG Eingang Fischmarkt // Eintritt 3 Euro.

Hinweis: Am 13.04.2019 findet eine Tagesfahrt "Auf den Spuren der Hl. Hedwig" nach Wahlstatt (Legnickie Pole) und Trebnitz (Trzebnica) statt.